Aufbau der großen Bahn

Alles noch etwas chaotisch. Zuerst wurden die Schrägen des Dachbodens isoliert und mit OSB-Platten verkleidert. Der Giebel war noch offen, da die Lichttechnik erst später verlegt werden sollte.

Die Streckenplanung erfolgte frei nach dem Motto "Wie es euch gefällt". Die Verwendung der alten Original-Streckenschablone (einen CD-Streckenplaner gibt´s für die Uni nicht) wäre bei 16 m Länge und 6 m Breite eine ziemliche Tapete. Also wurde nach Lust und Laune der Anfang zusammengebaut. Einige Eckpunkte wie Start- und Zielgerade, der Bergbereich, die Gegengerade, der Loopingpunkt etc. wurden festgelegt und dann nacheinander die restliche Strecke ausgelegt

Danach wurde die wichtigsten Gebäude wie Tribünen, Boxen, Türme, etc. probeweise auf der Platte verteilt. Entsprechend wurde der Bahnverlauf nochmals angepaßt.

Das Gelände wurde aus Hartschaumplatten vorkonturiert, um den Bahnverlauf bereits beim Aufbau anpassen zu können. Der Streckenverlauf wurde getestet, um Stromunterbrechungen bzw. zu hohe Übergangswiderstände aufzuspüren und die betreffenden Leiter zu reinigen.

Der Bahnverlauf wurde mehrfach geändert, um einen möglichst guten "Fluß" der Autos zu gewährleisten, aber auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade des Streckenverlaufs zu realisieren. Von Anfang an war klar, dass der Geländebau viel Zeit brauchen würde. So wird die Bahn laufend Stück für Stück ausgebaut. Dabei lassen sich dann je nach Wunsch immer noch kleine Veränderungen an der Streckenführung umsetzen. Es soll ja auch nicht langweilig werden.

Dabei wird die rechte Seite im Endausbau fest montiert sein, die linke Hälfte jedoch so gestaltet, dass auch künftig Änderungen möglich sind. Lediglich die lange 15m Gegengerade ist dann mit Tunnelabschnitten und Unterführungen fest montiert.

Der Aufbau der Bergstrecke war der komplizierteste Teil. Die Höhen und der Bahnverlauf mußten natürlich den vorhandenen Schienenteilen angepaßt werden. Außerdem sollte das ganze im fertigen Zustand möglichst realistisch und auch gut fahrbar sein. Fragen über Fragen tauchten auf, die sich erst bei einem solchen Projekt stellen. Wie komme ich in den Tunnels schnell an stehende Autos, wie verhindert man ein ständiges rausfliegen der Autos in nicht sichtbaren Fahrbahnbereichen, wo sind die Zusatzeinspeisungen etc.

Nachdem das Grundgerüst stand, wurde die Strecke probeweise montiert, getestet und wieder abgebaut. Danach  konnte das Geländegerüst fest verschraubt und mit Maschendraht bespannt werden. Jetzt erfolgte eine Lage Gips aus Gipsmullbinden von der Apotheke. Läßt sich sehr gut verarbeiten und ist bereits nach einer halben Stunde stabil, aber noch recht flexibel formbar. Die Schienen wurden probeweise wieder aufgebaut, damit das Gelände noch in Details angepaßt werden kann. Nach dem erneuten Abbau der Strecke wurde das Gelände mit einer 2. Lage Gipsmulden belegt. Berghänge und Felsstrukturen wurden mit reinem Gips wie im klassischen Modellbau aufgetragen und modelliert. Der Aufbau des Rohbau-Berges hat insgesamt ca. 50 Std. gedauert.

Für die frei hängenden Bahnteile wurden die Original Carrera-Hängebrücken verbaut. In den Tunnels wurde die Steilkurve 1 mit Leitplanken verlegt. Bis heute ist da kein Auto trotz Vollgas rausgeflogen. Für die Reinigung der Schienen und Erreichbarkeit evtl. Unfall-Autos wurde die Rückseite des Berges offen gelassen. Damit kommt man an alle Bahnteile problemlos heran.

Nachdem die Strecke dann fertig montiert war, wurden die Schienen abgedeckt und das Gelände mit Gras, Bäumen und Büschen dekoriert. Felsenstücke wurden mit Farbe entsprechend angemalt. Das waren nochmal ca. 30 Std. Arbeit, bis alles möglichst realistisch aussah. Zu guter letzt erfolgte die Plazierung der verschiedenen Gebäude und Dekoteile wie Strohballen, Figuren, Bandenwerbung etc.

Auf der linken hinteren Hälfte der Bahnfläche wurde eine Carrera-Jet Flugbahn aus 3 Grundpackungen aufgebaut. Starfighter und Sabre donnern jetzt über die Köpfe der Zuschauer im Tiefflug hinweg.

Viele Detailfotos findet Ihr auf der folgenden Seite der Bahn im heutigen Zustand. Je nach weiterem Ausbau werden die Fotos aktualisiert.

 

Till Reese · Gladbacher Straße 806 · 47804 Krefeld · Tel.: 0 21 51 / 31 18 64